Der Begriff Hochzeit (von mittelhochdeutsch:
hoch(ge)zit hohes kirchliches oder weltliches Fest,
Hochzeitsfeier) bezeichnet:
die Zeremonie der Eheschließung (Heirat)
die Feier anlässlich der Begründung einer
Lebenspartnerschaft einschließlich der Überreichung der Hochzeitsgeschenke
Eheschließung
das Anlegen der Ringe kann schon mal ein Problem
darstellenAm gebräuchlichsten ist die erstgenannte
Bedeutung, auch als Trauung bezeichnet. Dabei wird
öffentlich und in der Regel vor Zeugen der Übergang
zu und der Beginn der ehelichen Beziehung bestätigt.
Die Hochzeitszeremonie hat die Funktion, die
Rechtmäßigkeit der Ehe zu bestätigen, um die
Legitimität der in der Ehe gezeugten Nachkommen und
dadurch deren Geburtsrechte abzusichern.
In vielen Kulturen beschränkt sich die Hochzeit nicht
auf eine kurze, abgeschlossene Zeremonie, sondern
findet über einen längeren Zeitraum statt. Ethnologen
sprechen in diesem Fall von einer gradualistischen
Annäherung an die Ehe. Bei den Nuern beispielsweise
verteilen sich Verlobung, die eigentliche Hochzeit
und der Vollzug der Ehe über mehrere Wochen. Die
Heirat gilt sogar erst dann als vollzogen, wenn die
Ehefrau ein Kind geboren und entwöhnt hat.
Die Hochzeit kann als Passageritus für Braut und
Bräutigam betrachtet werden.
Bei der Hochzeit findet in vielen Kulturen ein
ritueller Austausch von Gütern oder Diensten statt
(Brautgabe, Mitgift, Bräutigamsgabe). Diese gehören
in vielen Fällen zu den wichtigsten ökonomischen
Transaktionen im Leben eines Individuums.
Traditionelle Bedeutung von Hochzeitsjubiläen
Es ist vielfach üblich, dass eine bestimmte Ehedauer
mit einer erneuten Feier begangen wird. Die
bekanntesten dieser Jubiläen sind die Silberne
Hochzeit nach 25 Jahren und die Goldene Hochzeit
nach 50 Jahren. Weitere Jubiläen und deren
Bedeutungen schwanken je nach Region. Für eine
ausführliche Übersicht siehe: Hochzeitstag.